Trachtentaler der BMG 1824

Der Trachtentaler

Jeder Kulturkreis definiert sich über die Werte, die er sich selbst auferlegt. So sicherlich auch die Bevölkerung unseres Vorarlberger Rheintals – Fleiß, Anstand, Respekt, Ehrlichkeit, Gemeinschaftssinn, Umweltbewusstsein leben wir als Einheit in unseren Traditionen, in der Familie, am Arbeitsplatz, in den Freundeskreisen und nicht zuletzt in unseren Vereinen.  

Wichtige, unmittelbare Ausdrücke der Bewahrung unseres Brauchtums sind seit jeher unsere Trachten. Vorarlberg ist zweifelsohne eine Insel inmitten Europas in Sachen Vielfalt, Originalität und Alter der getragenen Trachten. Hier werden Trachten aus beinahe allen Stilepochen getragen. 

Die Rheintaltracht ist eine traditionelle Tracht, die insbesondere in Musikvereinen als Musikantenuniform getragen wird. So hat sich auch die Bürgermusik Götzis 1824 bewusst für die regionale Tracht entschieden.  


Die Rheintaltracht – unsere Tracht
 

Um das Jahr 2000 hat die Bürgermusik Götzis die spezielle Frauentracht eingeführt. Diese besteht aus einer kurzen Jacke aus blauem Loden mit Motiven an der Vorderkante, kombiniert mit passendem Rock und weißer Bluse. Das Dirndl wird geschnürt, der schwarze Rock ist mit rotem Saum gefasst. Charakteristisch für unsere Tracht sind die klaren Farben und hochwertigen Stoffe, die typischen Farbkombinationen und Details. Aus Kostengründen tragen die Mädchen aber, bis sie ausgewachsen sind, einen Rock und eine Weste. 

Die Männertracht beinhaltet eine blaue Lodenjacke, eine rote Weste, schwarze Kniebundhosen aus Leder, weiße Kniestrümpfe und ein weißes „Vorarlberghemd“. 

Den typischen, schwarzen Rheintalhut aus schwarzem Filz mit Samtband und weißer Feder tragen Männern und Frauen, beide Trachtenvarianten werden mit schnallenbesetzten schwarzen Trachtenschuhen getragen. 


Traditioneller Werterhalt – das unbezahlbare Ehrenamt
 

Eine Tracht entsteht nicht von selbst! 2026 hat Pauline das Amt der Trachtenwartin im Verein von Maximilian Huber übernommen. Pauline koordiniert nicht nur den Materialeinkauf und die Zusammenarbeit mit acht Zulieferern und handwerklichen Betrieben aus Niederösterreich, Salzburg, Tirol, Bayern, dem Allgäu und der nahen Region, welche das Entstehen unserer Trachten möglich machen, sondern erledigt auch kleinere, allfällige und mögliche Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten für alle Vereinsmitglieder. Sie sorgt unter anderem dafür, dass der blaue Lodenstoff für die Trachtenjacken extra für uns eingefärbt und in entsprechender Menge bei der Trachtenwerkstatt Moosbrugger in Bezau eingelagert wird. Dort werden unsere Jacken auch hergestellt. 

Unbedingt aufgezeigt werden muss, dass vor allem die Frauen im Verein oft auch selbst Hand anlegen, wenn es um Änderungen und Anpassungen an den wertvollen Kleidungsstücken geht. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz wäre der Erhalt unserer Tracht als Kulturgut und Ausdruck alpenländischer Gemeinschaft undenkbar, weil er schlichtweg unbezahlbar wäre. 

Unsere Tracht verstehen wir als Gemeinschaftsgut. Der verantwortungsbewusste Umgang mit den vorhandenen Trachten zielt auf den langfristigen Erhalt unseres Kulturguts für kommende Generationen ab. Die Tracht soll weitergegeben werden, sie soll langfristig genutzt werden und wird darum nachhaltig gepflegt, angepasst und repariert. 


Wo du aufwächst, da ist deine Kultur zuhause
 

„Verein“ kommt von „vereinen“. In der einheitlichen Tracht unseres Blasorchesters erkennen wir uns wieder und stärken bewusst den Zusammenhalt. Sie ist das sichtbare Zeichen des Vereins nach außen, wir tragen sie bei Konzerten, Ausrückungen und offiziellen Anlässen aller Art. Seit Jahrzehnten ist die Rheintaler Tracht ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität, als Zeichen unserer Werte – der Verbindung von Tradition und aktiver Vereinsarbeit. 

Eben diese Werte wollen wir an die Musikjugend und an neue Mitglieder weitergeben und sie einladen, das Vorarlberger Kulturgut in unserer Gemeinschaft ein Stück weit mitzutragen. Mehr als wertvoll ist in unseren Augen die Aufgabe, den jungen Musikerinnen und Musikern das Tragen ihrer eigenen Rheintaler Tracht zu ermöglichen, ihnen ein Stück Heimat auf ihren Weg mitzugeben. 


Kultur und Musik sind wichtig – aber nicht umsonst
 

Vereinskassier Philipp Haas bringt die Fakten auf den Punkt: Auf € 3.070,- belaufen sich die Kosten für eine komplette Damentracht, € 1.825,- muss für eine komplette Herrentracht berechnet werden. Allein, die Kosten für den eingelagerten, vorgefärbten Jackenstoff betragen € 4.200,- ! 

Rund 70 aktive Mitglieder zählt die „große“ Musik der Bürgermusik Götzis 1824, 30 Frauen und 40 Männer. 25 Jugendliche engagieren sich in ihrer Freizeit beim Jugend-Blas-Orchester JBO und rücken ständig zu den „Großen“ nach. Ebenso viele Musikerinnen und Musiker wie beim JBO verdienen sich beim KBO, beim Kinder-Blas-Orchester, ihre Sporen. Der Bedarf an neuen Trachten für die Jugend und der Erhalt und die Revision des bestehenden Trachtenkontingents der Musikerinnen und Musiker liegt auf der Hand, und ebenso natürlich die daraus resultierenden Unkosten. 

Der Trachten-Taler: Unterstützen und Gewinnen 

Als Verein können wir diese finanzielle Herausforderung, angesichts temporär erschwerter wirtschaftlicher Bedingungen für alle, nicht alleine stemmen. Zumal ja der Erhalt der Musikinstrumente und der Betrieb unseres Probelokals weitere große, stetig wachsende Finanzposten ausmachen. 

So hat sich das Finanzteam aufgemacht und den Trachtentaler ins Leben gerufen. Wer einen solchen erwirbt hilft uns nicht nur dabei unsere Trachtenkultur zu erhalten, sondern hat im Besonderen die Möglichkeit, mit herausragenden Gewinnmöglichkeiten als VIP-Gast unseren Veranstaltungen beizuwohnen. Oder hatten Sie vielleicht schon einmal ein privates Konzert einer Blaskapelle zuhause? Wie wär‘s?   

Wir brauchen als Verein die Mithilfe aller, die traditionelle Werte zu schätzen wissen, denen die Jugend und die Musik am Herzen liegen und die uns mit dem Kauf eines Trachtentalers helfen, für unsere Gesellschaft weiterhin wertvolle ehrenamtliche Kulturarbeit zu leisten. 

Bitte helft unserem Blasorchester dabei, euch weiterhin mit unserer Musik erfreuen zu dürfen. Einen besseren Beitrag zur kulturellen Gesundheit in der Region und der positiven, sicheren Entwicklung unserer Jugend könne ihr nicht leisten! 


Ein herzliches „vr‘gealt’s Gott“.
 

Eure Bürgermusik Götzis 1824 

 

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